Andere Welt

Original-Post

Nachdem ich fertig gefastet hatte, ging es wie angekündigt nach Afrika, genauer gesagt in das kleine Malaŵi, in dem meine Schwester schon so oft und eben grade auch mal wieder beruflich weilte. Wie schon der letztjährige Urlaub ging es mit der ganzen Familie los; zwei Wochen Malaŵi, und dann noch eine Woche Safari im South Luangwa National Park in Zambia.

Ich könnte wahrscheinlich über jeden Tag, den wir dort verbracht haben, einen ganzen, langen Artikel schreiben, aber ich bemühe mich, es hier kurz zu halten. Die Erfahrung war einfach unglaublich intensiv. Malaŵi ist wesentlich grüner, als ich es erwartete hatte (aber es war auch am Ende der Regenzeit), die Menschen fast ohne Ausnahme nett und liebenswürdig und überhaupt nicht aufdringlich. Einer der Reiseführer hat Malaŵi als „Afrika für Einsteiger“ betitelt, das trifft es ziemlich gut.

Wir waren mit dem Pajero des Dino- und Frühmenschenmuseum Karonga unterwegs, was die Stopps an Polizeikontrollen recht unterhaltsam gestaltete: ein Polizist erzählte freudig davon, dass seine Frau aus Karonga komme, ein anderer fragte scherzhaft, ob wir denn das Museum sein (und die Antwort, dass wir das Weißen-Museum seien, amüsierte ihn dann noch mehr).

Die Wärme habe selbst ich erstaunlich gut weggesteckt; ein wenig wandern war auch möglich, und es bleiben wenig große Erlebnisse, aber dafür um so mehr kleine, witzige, interessante, andere Geschichten, die aufzuschreiben ich ein wenig zu faul bin. Es bleibt der Wahnsinn, dass die Sonne um 5:45 Uhr aufgeht und es um 19 Uhr abends stockdunkel ist, und dass man sich nach einem Tag daran so gewöhnt hat, dass es einem gar nicht mehr auffällt, wie früh man eigentlich aufsteht – und dass es eigentlich merkwürdig ist, schon um 20 Uhr zu sagen, man müsse jetzt mal langsam ins Bett gehen.

Und es bleiben etwa viereinhalb Tausend Bilder (knapp die Hälfte davon von den 16 Stunden Safari-Fahrten am Ende, und lange nicht alle aufhebenswert, natürlich), von denen ich eine Auswahl hier bald hinzufügen werden.

Update, Februar 2016: Bilder aus Malawi und von der Safari gibt es jetzt auch.

baeuchle

Autor: baeuchle

Baujahr 1984, Maikind. Geboren in Frankfurt, aufgewachsen in Frankfurt, bis ins Alter von 31 Jahren eigentlich immer Frankfurt. Jetzt Kassel. Ausführliche Vorstellung

2 Gedanken zu „Andere Welt“

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