Radio über Grenzen

Zum Hintergrund: Wegen einer Bombenentschärfung am gestrigen Sonntag musste unter anderem das gesamte Gelände des Hessischen Rundfunks geräumt werden. Der 80er-Jahre-Sender hr1, der moderner-Pop-Sender hr4 und die Schlagerwelle hr4 haben den ganzen Tag ein gemeinsames, gemischtes Programm gesendet. Daraufhin habe ich eben einen Leserbrief an die Redaktionen aller dreier Sender geschickt:

Liebe hr1-, hr3- und hr4-Musikredaktionen,

zuallererst muss ich euch für das wirklich gelungene Notprogramm am Sonntag ausdrücklich loben. Das Radioprogramm wesentlich abwechslungsreicher als normal – und damit stellenweise auch wesentlich herausfordernder, als ich das gewohnt bin. Viel wichtiger war mir allerdings, wie gut ihr Lieder aus den verschiedenen Programmen verbunden habt. Zwei Stellen sind mir im Gedächtnis geblieben, aber zwischendurch waren mir auch andere aufgefallen (hab ich mir aber nicht gemerkt): „New York, New York“ gefolgt von „Empire State of Mind“, gefolgt von „Ich war noch niemals in New York“ am Vormittag, und zwei Lieder über Joanna direkt hintereinander, als Schlager- und als Popversion. Hut ab!

In der Kürze der Zeit war es mit Sicherheit nicht möglich, ein gemeinsames Rahmenprogramm zu entwickeln, aber, wie gesagt, die Musikauswahl alleine hat das Fehlen von verbalem Radioprogramm wettgemacht.

Gefreut habe ich mich aber auch darüber, dass sich so viele HörerInnen aus dem hr1/hr3-Umfeld gemeldet haben, die angegeben haben, dass sie sich weder bei hr3 noch bei hr1 wirklich musikalisch aufgehoben fühlen und gerne eine Mischung beider Sender hören würden. Ich möchte mich vehement zu diesen HörerInnen einreihen und hoffe sehr, dass das die Verantwortlichen dies hören! Plakativ: Ich will weder nur „The Promise you made“ von Cock Robin noch immer nur das Kate-Ryan-Cover „The Promise You Made/La Promesse“ hören, sondern mal das eine, mal das andere.

In jedem Fall hoffe ich, dass euch die Rückmeldungen ermutigen, hin und wieder die Grenzen der Sender zu sprengen und „andere“ Musik zu spielen. So wie damals, als hr3 „Radio ohne Grenzen“ gemacht hat.

Liebe Grüße
Bjørn B aus Kassel

Dowland

Das Gitarrenenorchester GOMP hat 2016 zwei weitere Bearbeitung von mir aufgeführt, von Stücken, die gemeinfrei sind. Diesmal waren die „neuen“ Stücke von John Dowland, ich stelle sie wie immer hier frei(*) zur Verfügung:

  1. Can She Excuse My Wrongs
  2. Clear Or Cloudy

Auch hier gelten die Erläuterungen zu Urheberrecht und Auftritten, die ich seinerzeit zu Peer Gynt geschrieben habe.

„frei(*)“ heißt, ich veröffentliche sie unter der CC-Lizenz BY-SA, Version 4.0. Das bedeutet vereinfacht gesagt, jeder darf diese Bearbeitungen weitergeben und verändern, solange er oder sie mich als Autor der ursprünglichen Bearbeitung nennt (dafür steht das BY) und jedem die genau gleichen Rechte einräumt (Share Alike, SA).

Jupiter

Nach der ersten Peer Gynt-Suite in den Jahren 2010 und 2012 wurde 2015 mit meiner Bearbeitung der Jupiter-Symphonie No 41 von Wolfgang Amadeus Mozart wieder ein gemeinfreies Stück Musik aufgeführt, was ich hier wieder für jedermann frei(*) herunterladbar bereitstelle.

„frei(*)“ heißt, ich veröffentliche sie unter der CC-Lizenz BY-SA, Version 4.0. Das bedeutet vereinfacht gesagt, jeder darf diese Bearbeitungen weitergeben und verändern, solange er oder sie mich als Autor der ursprünglichen Bearbeitung nennt (dafür steht das BY) und jedem die genau gleichen Rechte einräumt (Share Alike, SA).

Symphonie No. 41 „Jupiter“

Zu Aufführungen der Stücke und warum ich eigentlich gemeinfreie Musik hier unter einer nicht-gemeinfreien Lizenz veröffentliche, lest bitte die Erläuterungen bei der Peer Gynt-Suite.

 

Alles neu macht der Mai

Original-Post

Kurz nach meinem letzten Eintrag wollte ich dann mal wieder Fahrrad fahren. Die Gangschaltung müsste mal wieder neu eingestellt werden, ist mir gleich am Anfang aufgefallen, aber naja, das mache ich dann eben am Abend, die Hinfahrt werde ich schon schaffen.

Dachte ich. Statt dessen verbog sich die hintere Kettenführung so stark, dass sie letzten Endes, etwa hundert Meter vor meinem Standard-Fahrradständer gegenüber vom Büro, abknickte und dabei die Halterung zerriss. Die war blöderweise allerdings ein Teil des Rahmens, sodass damit dann eben auch der Rahmen — und damit das ganze Fahrrad – kaputt war.

Das war Anfang April. Seit dem war ich mit meinen Eltern in Weilburg, habe wie jedes Semester bei der Erstsemester-Einführungs-Veranstaltung der Fachschaft mitgeholfen, war bei einem Probewochenende des Ehemaligenchor meiner alten Schule und habe bei der Telekomstiftung ein sehr unterhaltsames Gespräch über fleischlose Ernährung gehabt. Von alledem aber hier keine Details. Im April war sogar zweimal das Wetter gut genug für eine Mainufersession, und ich traf mich mit einem twitternden Tf aus Österreich bei seinem Zwischenstopp auf dem Weg in den Urlaub. Ende April war die von mir organisierte Sonderfahrt mit dem Ebbelwei-Expreß durch Frankfurt mit abschließendem Essen der 20 Teilnehmer, und der traditionelle Maiausflug mit Schilter im Taunus. Zwischendurch hat der RMV angefangen, Twitter für die Kundenkommunikation zu benutzen, der Ehemaligenchor meiner Schule ist auch wirklich aufgetreten.

Mein neues Fahrrad

Ein neues Fahrrad habe ich mir dann an dem Tag gekauft, in dem ich mein Handy, dessen Anschalter nicht mehr ging, zur Reparatur eingeschickt habe. Das war am 10. Mai, einen Tag vor einer Aktion der Nordwest-Grünen, die ich mitorganisiert habe und die sehr erfolgreich verlaufen ist. Schließlich war noch Pfingsten, und damit wieder Zeit für die Pfingstfreizeit und den Wäldchestag und so ein Tag, wo mit Leute immer Dinge geben wollen. Da habe ich dieses Jahr eine Satteltasche und zwei Gepäckträgertaschen bekommen.

Mein Klugtelefon ist nun heute seit zwei Wochen weg, und den Kostenvoranschlag von Mittwoch – knapp 350 € für die Reparatur von Glasbruch und Anschalter – habe ich dankend abgelehnt, denn das ist auch der Neupreis des Gerätes. Na toll. So kostet das Zurückschicken also 18 €. Am Nachbargrundstück von meinem Büro kann ich grade den Bau eines Gebäude in HD und Surround-Sound (vor allem den Sound!) verfolgen. Der Mai brachte also ein neues Telefon, neues Fahrrad, neues Gebäude, neues Lebensjahr, neues Pläne. Mal sehen, was der Juni bringen wird (und der Rest des Mais erst!).

Peer Gynt

Original-Post

Nachdem alle Sätze der ersten Peer Gynt-Suite in meiner Bearbeitung vom Gitarrenorchester Frankfurt an den Pfingstkonzerten 2010 und 2012 uraufgeführt worden sind, veröffentliche ich meine Bearbeitung nun für jedermann frei(*) herunterladbar.

„frei(*)“ heißt, ich veröffentliche sie unter der CC-Lizenz BY-SA, Version 4.0. Das bedeutet vereinfacht gesagt, jeder darf diese Bearbeitungen weitergeben und verändern, solange er oder sie mich als Autor der ursprünglichen Bearbeitung nennt (dafür steht das BY) und jedem die genau gleichen Rechte einräumt (Share Alike, SA).

Zum Urheberrecht möchte ich noch kurz etwas sagen: Obwohl die ursprüngliche Komposition längst keinem Urheberrecht unterliegt, sind alle möglichen verfügbaren Noten davon geschützt, weil der Notensatz an sich eine schöpferische Tiefe besitzt (wer schon mal gut und schlecht gesetzte Noten gesehen hat, wird das verstehen). Inwiefern das stumpfes Abschreiben (bei dem ja nicht die Ästhetik übernommen, sondern nur die ungeschützten musikalischen Anweisungen benutzt werden) beinhaltet, weiß ich nicht, aber da das Urheberrecht manchmal komische Dinge macht, wäre ich mir da nicht sicher.

Die schöpferische Tiefe in meinem Werk beinhaltet nun die Reduktion aller Orchesterstimmen auf 4+1 Gitarrenstimme (4 normale Gitarren und ein Bass), das Kürzen von mindestens einer Passage und das Arrangieren der Musik auf die drei von Gitarren spielbaren Oktaven. Ich gebe gerne meine Bearbeitung weiter, aber ich möchte nicht, dass jemand sie nimmt und anderen Geld dafür abverlangt, dass sie sie selbst auch weitergeben können. Daher die CC-BY-SA und nicht eine einfache Freigabe in die Public Domain.

Sollte jemand die Musik an sich (also nicht meine Bearbeitung davon) weiterverwenden wollen, sollte er oder sie alleine aus Authentizitätsgründen die Originalversion suchen (und eventuell kaufen). Wenn es nur darum geht, kurz zu probieren, wie sich das Stück generell anhört, können diese Noten natürlich gerne als Referenz genommen werden.

Ach, und, eins noch: Sollte jemand tatsächlich diese Stücke in meiner Bearbeitung aufführen wollen, wäre ich glücklich (aber ich verlange es in keiner Weise), wenn ich davon Wind bekäme, zum Beispiel als Kommentar unter diesem Blog-Eintrag. Oder einen Konzertmitschnitt. Keine Angst, ich werde auch nicht irgendwo auftauchen um zuzuhören.

‚Øst-Mafia‘

Original-Post (Tag 286) „Ost-Mafia“.

Nur ein kleines Update — ich fand das Ergebnis des Eurovision Song Contest zwar eher enttäuschend, aber ich sehe ja ein, dass Serbien von überall Punkte bekommen hat. Bildblog bestätigt das jetzt; jeder, der der Meinung ist, die Punktevergabe sei ja sooo ungerecht, möge sich bitte mal die Tabelle angucken, die Bildblog generiert hat — das Abstimmungsergebnis, wenn man alle osteuropäischen Stimmen weglässt. Wer keine Lust hat, dem Link zu folgen: Es ändert sich fast nichts.

Serbia!?

Original-Post (Tag 285). Serbien!?

Jaja, ich weiß, von deutschprachigem, recht textlastigen Swing kann man keine gute Platzierung erwarten, ja. Aber als ich gestern — über Internet-Livestream — den serbischen Beitrag zum Eurovision Song Contest gehört bzw. gesehen habe, dachte ich „na, besser als die sollte Roger Cicero aber auf jeden Fall sein“. Und dann gewinnen die. Mein Favorit war Schweden, und die sind grade zwei Punte vor Deutschland gelandet… es gibt keine Gerechtigkeit.

Und die Eintracht ist nächstes Jahr wieder erstklassig, weil Bremen (wie auch Schalke) keine Lust hat, deutscher Meister zu werden — Idioten. Naja, mich freut’s. Dafür hat Mainz keine Chance mehr, buhuhu.

Einen Kommentar kann ich mir nicht verkneifen: Westerwelle lügt. Angesichts der nicht-Begnadigung eines ex-RAF-Terroristen behauptet der Chef der freien Liberalen, dass es ein „Keine Gnade ohne Reue“ ein Grundsatz im deutschen Rechtssystem sei. Was er verschweigtübersieht ist, dass es überhaupt nicht auf Reue ankommt.

Nun ja. Ich bin momentan nicht sehr motiviert zu schreiben, weil ich befürchte, dass ich einfach nicht so viel über meine Ergebnisse schreiben kann, weil sie alle gleich aussehen. Mal sehen, vielleicht sind die Nächsten ja etwas interessanter. Dafür war ich gestern sehr motiviert, zu packen. Und siehe da: Ich kriege fast alles mit einem Mal nach Frankfurt. Alles, was ich hierlasse(n muss) sind die Fahrradsachen (naja, Ersatzschlauch, Pumpe, Werkzeug nehm ich schon mit, aber Helm, Handschuhe, das Fahrrad nicht), meinen Ordner mit Mietvertrag und so, den brauch ich auch noch, eben so wie ein Restposten an Küchensachen. Selbst Decke und Kissen schaffe ich schon dieses Mal nach Frankfurt, im Juni habe ich dann hier noch Schlafsack und Isomatte; für drei Nächte geht das schon.

Meine ToDo-Listen sind mittlerweile extrem zusammengeschrumpft, ein großes ToDo ist die mündliche Norwegisch-Prüfung morgen um 13:15, und natürlich die Party heute abend (vielleicht war die Planung da etwas schlecht? Egal). Und dann nur noch warten, den Koffer ein letztes Mal zumachen (ich bin mal gespannt, wieviel der wiegt — ich muss in Frankfurt unbedingt dran denken, ihn zu wiegen!), zum Bahnhof und ab die Post äh der Zug äh also…

Naken kvinner lærer fort å spinne

Original-Post (Tag 242) Nackte Frauen lernen schnell, zu spinnen. Oder, wie wir Deutschen eher sagen würden, Not macht erfinderisch.

Alternativtitel heute ist Konsertbilans, Konzertbilanz, denn viel mehr als zwei Konzerte war nicht gewesen die letzten Tage.

Mit geliehenem Blazer:

Nun ja, die Komplettansicht. Ich guck da zwar ein bisschen doof, aber egal. Foto aufgenommen von Anja. Danke.

gebastelter Fliege:

…und eine Detailansicht der Fliege.

sang ich zweimal Rossini’s Stabat Mater. Irgendwie fand ich den Dirigenten nicht so toll, und beim zweiten Mal hat das Orchester auch irgendwie Mist gebaut, aber die Solisten — und der Chor — waren gut, und das singen hat viel Spaß gemacht. Die Erkältung hatte zum Glück im Laufe beider Tage stark nachgelassen, denn nach dem aufwachen ging stimmlich erstmal gar nix (heute wieder). Muss mich mal richtig ausschlafen. Für nächste Woche Mittwoch ist geschlossene Wolkendecke angesagt, und (sehr wenig) Regen für Dienstag und Donnerstag, schade eigentlich, aber beschweren werde ich mich nicht (siehe Wetterstatistik für März — und die eine Woche Pralltage in Nantes ist da nicht mal dabei!). In der Tat, so gut war es noch nie gewesen, nicht mal im August und September — und genau für eine solche Erkenntnis habe ich die Wetterstatistik am Anfang begonnen! Toll.

In der Physik ist’s wieder etwas schleppender, fühlt sich momentan nach Achterbahn an; mal alles super, dann wieder nicht so, deswegen bitte nicht Angst haben, es wird schon.

Forkjølelse

Original-Post (Tag 240) Erkältung.

Das war ja mal so klar — kaum ist gutes Wetter, kriege ich ’ne Erkältung. War wohl etwas zu optimistisch in der Wahl der Kleidung… Dabei ist heute abend Konzert! So ein Mist. Gestern habe ich auf einen Spaziergang mit dem Rest der Arbeitsgruppe verzichtet, um endlich mal weiterzukommen mit meiner Arbeit, und es war auch ganz prouktiv.

Das trifft auf den Rest der Woche nicht zu: Laszlo ist momentan in Vilnius, und daher hatten wir Montag und Dienstag keine Vorlesung. Dadurch habe ich es nicht geschafft, die Zeitumstellung richtig zu durchleben, bin also spät in die Uni gekommen. Und dann ist ja schon Norwegisch-Kurs, und nach dem hatte ich dann jeweils eine Stunde bis zur Chorprobe. War nicht sehr arbeitsam. Auf dem Weg veränderte sich dann das „Keine Laszlo-Vorlesung diese Woche“ in meinem Kopf zu einem „Keine Vorlesung diese Woche“, weshalb ich gestern viel Zeit zum arbeiten hatte und die QFT verpasste. Na toll. Wenigstens eine meiner zwei Baustellen scheint aber langsam gut zu klappen, und die andere wurde (fast) ganz ohne zutun gelöst.

Das Wetter ist noch immer nicht zu stoppen; bis mindestens Dienstag nächster Woche soll es trocken bleiben, und weiterhin die meiste Zeit sonnenklar (und der Rest ist Nacht). Ich bin total motiviert, viel zu tun, muss aber arbeiten. Vielleicht klappt’s am Wochenende mit einem Barbeque mit ein paar anderen Leuten. Und ich kriege wirklich Angst, dass das Wetter am 9. April schlecht wird oder so (würde ja passen), also an dem Tag, an dem Stefan hier ist, und dass es bis zum 15. dauerregnet, also bis zu dem Tag, an dem ich mit Johannes nach Frankfurt fliege… naja, hofen wir das Beste. Und jetzt ganz akut hoffe ich, dass meine Stimme heute abend wieder da ist *röchel*.

Ach ja, noch was: In Hessen kann man als Neonazi im Staatsschutz (Link zu hr-online mittlerweile tot) arbeiten. Prost Mahlzeit. Und immernoch wollen 38 Prozent der Hessen diese Partei wählen. Hängt vielleicht damit zusammen, dass die andere große Partei auf einmal für die neue Landebahn am FRAPORT ist und der Landesverband der einen kleinen Partei das doof findet, wo doch deren Frankfurter Abordnung das schon längst auch will. Zu kryptisch? Die Landesgrünen heucheln gegen die SPD, dass das doch doof ist, dass diese den Flughafen-Ausbau nicht mehr ablehnen, unterschlagen aber, dass die Frankfurter Grünen, die seit einem Jahr in Frankfurt den Magistrat mitstellen, ihren Widerstand auch schon aufgegeben haben. Und das, wo eine neue Nachricht der FRAPORT kommt. Die hat in den neuen Planfeststellungsunterlagen einfach nichts nachgebessert (das war eigentlich der Grund, wofür man überhaupt neue Unterlagen brauchte) und denselben Müll, gegen den erfolgreich geklagt wurde, wieder veröffentlicht. Schafft man so Vertrauen?

Mye å gjøre

Original-Post (Tag 237) Viel zu tun.

Deswegen wenige Updates. Sorry. Was habe ich zu tun? Nun, zu aller erst das Wetter genießen, und das kann man vom Laptop schlecht (naja, man könnte ihn nach draußen tragen, aber dann arbeitet’s sich so schlecht dadran…). Eine weitere sonnige Woche steht mir bevor, außerdem war gestern und heute, genauso wie morgen und übermorgen, drei Stunden Chorprobe, Donnerstag und Freitag ist dann Aufführung. Freu‘ ich mich wirklich drauf!

Physikmäßig habe ich die letzte Woche lange gewartet und seit Freitag abend (!) dann an einer von zwei Baustellen weitergearbeitet, und trotzdem es heute gar nicht lief, war ich noch recht motiviert (momentan habe ich für diesen Abend endgültig die Nase voll — vielleicht finde ich morgen heraus, wie ich diesen Mist zum laufen bringe).

Am Freitag nachmittag — ich war eigentlich früher nach Hause gegangen, weil ich noch Wäsche machen wollte, entschied ich mich auf dem Weg nach Hause dazu, einfach weiterzufahren; Wetter gut, ich auch gut drauf und wollte ja eh mal wieder Fahrrad fahren und überhaupt und sowieso — 40 Kilometer waren es am Ende (jaja, nicht so viel wie gewohnt, aber ein guter Anfang für’s Jahr, oder?). Und unvorbereitet und alles. In der Tat habe ich, als ich nahe am Flughafen war, einen Abstecher dorthin gemacht, um (wenigstens) eine dieser Touristen-Karten abzustauben, die mir sehr grob, aber doch den Weg gewiesen hat.

Die Sommerresidenz des Königs in Bergen, mal von der anderen Seite.
Das Birkellandskrysset. Da fährt man vom Flughafen kommend lang. Im Hintergrund noch richtig viel Schnee auf den Bergen im Osten…
War: Reisebus. Ist: Pferdeanhänger. Fand ich lustig. Gefunden auf dem Weg nach Flesland (dem Ort, nicht dem Flughafen).
Das wär‘ natürlich schöner ohne Zaun (aber da war dann die Sonne weg). Auf der Brücke zu einer Insel im Süden von Flesland.
Naja, den Fischer sieht man kaum, aber auch ohne eigentlich ein sehr schöner Blick von selber Insel auf das Festland.

Igjen svak

Original-Post (Tag 231) Wieder schwach.

So habe ich mich Freitag nachmittag gefühlt; der Regen war mir zu blöd, und ich habe doch wieder eine Monatskarte gekauft… Diese Woche soll angeblich kein Tropfen Regen fallen, und gestern — Montag — bin ich mit dem Fahrrad zum Norwegischkurs und zurück gefahren (von der Physik aus). Als ich dann nach Hause wollte, habe ich mich von einem Regenschauer davon überzeugen lassen, dass das vielleicht nicht die allerbeste Idee ist, durch diesen Regen (wer weiß, wie lange der noch anhält? — Fünf Minuten) mit dem Fahrrad zu fahren, und überhaupt und sowieso, kurz, wieder Bus. Mal sehen, ob ich mich heute dazu aufraffen kann (aber da ist ja erstmal Chor und dann ist es spät und dunkel und ich habe meine Lampe daheim und — ihr merkt schon, ich bin einfach unmotiviert).

Tja, Chor, da bin ich mal gespannt, wie ich da heute mitkomme, nachdem ich ja gefehlt hatte, und bald ist Aufführung. Heute ist erstmal eine Stunde Tenor-Extra-Probe vor der Chorprobe, mal sehen.

Physik mache ich prinzipiell auch noch, gestern konnte ich Laszlo überzeugen, dass ich gute Arbeit mache und damit auch in dieser Form weitermachen solle, und die Gliederung meiner Arbeit steht. In Anbetracht der Tatsache, dass ich noch knappe 4 Monate Zeit habe, bin ich auch wirklich sehr zuversichtlich. Bis ich — hoffentlich übermorgen — wieder Input bekomme, versuche ich, Norwegisch von letzter Woche nachzuarbeiten (damit bin ich jetzt fast fertig), und den Stoff von der Quantenfeldtheorie-Vorlesung nachzurechnen, was ich ja auch verpasst habe. Und die Tage runterzählen, bis ich wieder Frankfurter Boden unter den Füßen habe und Grie Soß essen kann… mmmh… (es sind noch 26 Tage und 22 Stunden). So, genug geschwätzt, ich arbeite mal weiter.

Bussjåfør

Original-Post (Tag 206) Busfahrer

…in Bergen zu werden muss irgendwie eine Sonder-Stunde „wie überhole ich Fahrradfahrer am gefährlichsten“ beinhalten. Ich kann ja nicht grade behaupten, immer total toll die Verkehrsregeln zu befolgen, aber wenn man dann von zwei Bussen hintereinander sehr eng überholt wird und — nachdem man sie an der nächsten Station wieder überholt hat, angehupt wird, weil sie wegen Gegenverkehr nicht überholen können, ärgert und nervt das schon sehr. Fast so sehr wie das anschließende Überholmaneuver, trotz freier Gegenfahrbahn wird so dicht aufgefahren, dass ich gehörig in die Eisen steigen musste, um nicht vom Heck überfahren zu werden.

Doch etwas gutes, tolles ist aus dieser Nachricht herauszulesen: Ich fahre wieder! Und gleich natürlich Wochenende. Naja, ich habe jetzt eine Woche, bis Felix kommt, dann den Mittwoch, dann bin ich eine Woche weg und dann wieder ein paar Wochen freie Bahn.

Eine weitere Erkenntnis gab es; ich habe zu wenig gegessen. PANIK DER BJØRN VERHUNGERT DA OBEN! ICH HAB’S DOCH IMMER GEWUSST! — Moment. Ich esse momentan weniger zu Mittag und zum Frühstück als ich es im Oktober getan habe — weil ich weniger brauche, wenn ich jeden Tag mit dem Bus fahre. Und das habe ich heute gemerkt. Außerdem bin ich im Herbst nie so lange im Büro geblieben wie momentan; Fahrrad fahren um vier und Abendessen um fünf sind halt schon andere Voraussetzungen als Fahrradfahren um sechs und Essen um zwanzig vor acht (ich löffle grade nebenbei Spaghetti).

Mein großer Elan ist noch nicht verflogen, auch wenn ich mich gestern bei ein paar Sachen besonders blöd angestellt hatte, habe ich heute diese Idee von Hannah und mir fertig umgesetzt, ich habe nur noch nicht überprüft, ob da auch was Sinnvolles bei rauskommt.

Viel Zeit für andere Sachen bleibt momentan nicht; ich versuche, immer mal wieder Gitarre zu spielen, aber das war’s dann auch prinzipiell… Naja, und essen tu ich noch ☺

Sykkel

Original-Post (Tag 198) Fahrrad.

Das ist seit heute wieder in Betrieb. Und gleich ging’s mir wieder ein bisschen besser, nachdem ich am vormittag und morgen beim Versuch, aufzuschreiben, was ich gerade programmiert hatte, festgestellt habe, dass es totaler Schwachsinn ist und nicht funktioniert. Das war ganz schön deprimierend. Dafür habe ich in der Zwischenzeit ein Quantenfeldtheorie-Buch bekommen, wollte einer nicht mehr haben. Sehr cool.

Sehr cool ist auch, dass mein Besuch immer näher kommt und sich dabei vermehrt; nachdem Felix alles gebucht hat, Johannes‘ Flüge stehen, erzählte mir Stefan (H.), dass er Ostermontag in Bergen sein wird, auf der Durchreise nur, aber immerhin, für den Tag mit seinem Vater.

Auf der Durchreise durch Neuchâtel werde ich (hoffentlich) im Juni sein, wenn ich vom CERN zurückkomme (weiß noch nicht, ob die mich überhaupt hinlassen). Nun, falls ja, werde ich dort wohl ein paar Stunden mit einer ewig alten Freundin, Eyleen, verbringen, die ich kürzlich wiedergefunden und mit der ich am Dienstag ewig lang gechattet habe.

Morgen werde ich abends zu einem Gratis-Jazzkonzert gehen, mit Szabolcs, und wir hoffen beide, dass es auch gescheit ist und nicht nur eine Masche des Cafés, um Menschen anzulocken… Naja, wir werden es sehen.

Und dann, am Samstag, ist es genau zweihundert Tage her, dass ich hierher gekommen bin. Wie genau ich das feiern werde, weiß ich noch nicht; es ist Chorprobe, aber Kuchen habe ich jedenfalls schon mal gekauft (steht im Gefrierfach). Aber ein bisschen Angst kriege ich ja schon, dass ich schon so lange hier bin, das heißt ja, dass ich nicht mehr so lange hier bin, und wenn ich heute gemerkt habe, dass ich die Arbeit dieser Woche schonmal wegschmeißen kann… *rghs*

Fartsmåler

Original-Post (Tag 192) Tacho.

Eine Woche mit super Wetter liegt hinter mir. Zwar hat es nicht weitergeschneit, aber der Schnee liegt noch immer, und es waren jetzt drei Tage in Folge praktisch wolkenlos. Und kalt. Morgen, am 10. Februar, läuft meine Buskarte aus. Was tun? Neu kaufen? Das werde ich wahrscheinlich tun, entweder morgen oder am Montag, weil es noch glatt ist, aber ich habe heute einen neuen Tacho gekauft. Sieht ähnlich aus wie der, den ich hatte, selbe Firma, und passt in die selbe Halterung. Und hat dieselben Funktionen.

Zwei Besucher haben sich in der letzten Woche angekündigt; Felix kommt Anfang März, bevor ich nach Paris fliege, und Johannes (wahrscheinlich) im April, so dass ich mit ihm zusammen nach Frankfurt fliege. Juchu! Und nach Paris fliege ich auch nicht alleine, Therese nimmt durch Zufall denselben Flug.

Leider war ich am Mittwoch und Donnerstag nicht sehr motiviert, weiterzuprogrammieren; ich schob es zumindest teilweise darauf, dass mein Programm schon 1400 Zeilen lang war (heute sind es noch mehr; 1485, sehe ich grade), und es langsam etwas unübersichtlich wird, vor allem, wenn man merkt, dass man irgendwas komplett anders als vorher gedacht machen muss. Naja. Nach dem langen Weg nach Tipperary und Gregori Wallascheck (kleine Magie zum großen Preis) heute morgen im Radio war ich dann wieder motiviert, und heute habe ich es soweit geschafft, dass ich glaube, dass mein Programm jetzt sinnvolles tut. Der letzte Test fehlt halt noch.

Und wieder fast vergessen: Der Chor. Recht spaßig. Mehr bei Gelegenheit.

Innkalling!

Original-Post (Tag 283) Einzug.

Das letzte mal, dass ein Land 42-jährige zum Militärdienst verpflichtet hatte, war im dritten Reich. Das nächste mal wird es wohl, na wo? Genau. Im evil Empire sein.

Nicht so sehr Politik, aber auch interessant: Im deutschen Radio habe ich nie etwas davon gehört, aber es ist eine recht große Meldung hier in Norwegen: Evil Company’s neues Betriebssystem, Vista, gibt der NSA Zugriff auf die PCs. Einfach so. Naja egal

Wie man gescheite Programme schreibt, versuche ich gerade herauszufinden; ich bin fleißig dabei. Natürlich tauchen an immer mehr Stellen Probleme auf, und ich tue mein bestes, alle Löcher zu Stopfen, aber manchmal bin ich doch etwas frustriert… Meine Norwegischlehrerin hatte mir am Montag von einem anderen Chor erzählt, der gestern, Dienstag ein Vorsingen veranstaltet hat, aber ich habe keine großen Illusionen, dieses Vorsingen war richtig scheiße. Ich hatte das Gefühl, dem Dirigent ist es wichtiger, wie ich den Laut (nicht den Ton) a ausspreche (wenigstens kenne ich jetzt den subtilen Unterschied zwischen dem deutschen und dem norwegischen A), als die Töne die ich singe. Das hat auch nicht grade zu meiner Laune beigetragen. Ansonsten ist alles ganz toll, und auch das Fehlersuchen macht ja irgendwie Spaß, und zwar nicht zu knapp. Nur bleibt dabei momentan kaum Zeit für etwas anderes.

Die Nachrichten aus der Heimat sind auch meistens nicht so gut (außer dem 27:25 der Deutschen gegen Spanien bei der Handball-WM und netten Grüßen); eine Wahlbeteiligung von 35 % wird mir als „Zeichen der Zufriedenheit“ verkauft — Idiot —, die Eltern löschen Daten — grgh — naja, wenigstens haben die Mainzer am Samstag gewonnen und die Bayern weder gestern noch am Freitag. Das ist doch wieder was.

Ich will mich an dieser Stelle mal dafür entschuldigen, dass das hier manchmal so eine Art „Braindump“ ist, so ohne Struktur, aber ich bin nicht motiviert genug, um eine gute Struktur für meine Gedanken zu finden. Dafür bin ich offensichtlich motiviert genug, soviel darüber zu schreiben, dass ich nicht motiviert bin GENUG JETZT!

Avslått!

Original-Post (Tag 179) Abgelehnt!

Aber dazu gleich. Erstmal kommt es mir die ganze Woche so vor, als sei die Welt in heile Welt hier in Bergen und unheile Welt in Frankfurt aufgeteilt. In der Tat geht es momentan nicht nur mindestens drei Leuten, die mir nahe stehen, recht schlecht, auch habe ich in den letzten Wochen genau zweimal zu oft gehört, dass jemand eine nahestehende Person verloren hat. Mein Beileid. Auf der anderen Seite ist hier immer noch Frost und Schnee, gerade schneit es wieder, obwohl eigentlich seit Freitag wieder Tauwetter angesagt war, in Norwegisch habe ich ein Kennenlern-Spiel gewonnen (mit zwei anderen zusammen), der Preis war ein norwegisches Buch, dass ich jetzt anfange, zu lesen. (Es ist ein Buch auf norwegisch, kein norwegisches Buch; es spielt in Japan und heißt Snø — Schnee.) Außerdem war ich gestern auf einer netten Semesterstart-Party, überlege momentan, über Ostern mit Szabolcs nach Tromsø zu fahren, Melanie besuchen, und mit dem Hurtigruter-Schiff wieder runter (oder andersrum), Melanie weiß nur noch nicht, ob sie da ist. Und dann macht Programmieren momentan einfach sehr viel Spaß, ich bin sehr motiviert und auch recht produktiv. Irgendwie fühle ich mich einfach gut.

Heute morgen las ich dann allerdings in der Zeitung. Dazu muss ich etwas ausholen: Bei dem Chor, von dem ich erzählt habe, gab es am Dienstag eine Aufnahmeprobe. Die war mit ein wenig singen und ein wenig auf Knien vor einem Theaterscheinwerfer sitzen und Fragen beantworten. Das Ergebnis sollte am Samstag in der BA stehen. Leider steht mein Name da nicht, ich muss also weiterhin meine Nachbarn nerven, wenn ich singen will ☹. Aber auch heute war ich wieder recht motiviert, zu arbeiten, trotzdem, ich fühle mich trotzdem recht gut. Viel mehr gibt’s nicht zu erzählen.

Snø

Original-Post (Tag 174) Schnee.

Aber der Reihe nach. Nicht ganz weiß, sondern teilweise grün war der Schimmel auf meinem Brot am Samstag abend. Die neue Brotsorte, die ich momentan esse, hält wesentlich länger als die alte, und daher war der zweite Laib, den ich am Montag gekauft hatte, am Ende nicht mehr gut. So ein Mist! Zum Glück hatte ich noch (recht neuen) Kartoffelsalat, der mich über den Abend gerettet hatte. Am Sonntag gab’s dann gutes Mittagessen, allerdings sind keine Kartoffeln fürs Abendessen übrig geblieben. Da ich den ganzen Tag gekehrt und Wäsche gewaschen habe, hatte ich abends aber Hunger, also entschloss ich mich, in die Stadt zu fahren, um einen Whopper zu mir zu nehmen.

Am sternklaren abend nahm ich dann nicht den Bus heim, sondern lief durch das eiskalte Bergen, bevor ich in Club Fantoft noch ein Bier nahm und ins Bett ging.

„Stromausfall“ bezw. „Strømutfall“ wäre der Titel dieses Artikels gewesen, wenn ich ihn heute morgen geschrieben hätte. Kurz, bevor ich gehen wollte, ging meine Lampe aus, der Laptop schaltete auf Akku-Betrieb, und auch das Internet ging nicht mehr. Blick zum Fenster raus — alle Straßenlaternen dunkel, auch auf der anderen Seite des Tals, aber, so ein Glück, etwas in Richtung Norden, da, wo Bergen ist, brennen Lichter, also kann ich wohl in der Uni arbeiten.

Man höre und staune, gestern um 21:20 habe ich auch die für’s Wochenende versprochenen Plots bekommen, und heute morgen dann gegen 10 deren endgütige Version. Nach den letzten Rumschraubungen wollte ich dann die Dateien für den Artikel zusammenpacken, mache aber einen Fehler und überschreibe die Textdatei. Man stelle sich das vor; vier Seiten eineinhalb Stunden vor Abgabetermin (ich hatte mir selbst 12:00 Uhr als Ziel gesetzt) zunichte. Einfach so. Was jetzt?

Ärmel hochkrempeln und nochmal schreiben. Ich hatte den Output noch und einen Ausdruck und versuchte dann, die Quelldatei wiederzuschreiben. Als ich bei der ersten Referenz angekommen war, erinnerte ich mich daran, dass ich den Quelltext am Wochenende per Mail verschickt hatte, ich konnte diese Daten benutzen, musste nur noch die weiteren Änderungen einarbeiten. Um Halb Zwölf war es fertig. Und jetzt ist es veröffentlicht.

Nach Mittagessen mit Sonnenschein bei klarstem Wetter und so war dann um zwei Uhr Norwegisch-Kurs. Keiner da, den ich kenne, so ein Mist. Doch dann geht die Tür auf, und wer kommt rein? Aasne, die schon letztes Semester meine Lehrerin war. Und sie war wirklich gut, deswegen habe ich mich sehr gefreut.

Und dann passierte es: Es fing an zu schneien! Zwischendurch mal wieder nicht, aber dann wieder — schon gut und gerne sieben Zentimeter! Und es scheint kalt genug, so dass es liegenbleibt! Und jetzt hör ich mal wieder auf mit den Ausrufezeichen. Ihr merkt daran aber, dass bis dahin alles toll war.

Nur bis dahin? Nein! Es ging ja noch zum Chor. Die „öffentliche Probe“ bedeutete nicht etwa „wir singen und ihr dürft zugucken“, sondern „wir singen und ihr dürft mitmachen“. Und danach ging es in ein Café, in dem weitergesungen wurde und ich mit vielen Leuten sprach. Dabei habe ich krass gemerkt, wie schlecht ich noch Norwegisch kann, aber Mitglied in diesem Chor zu sein (so die mich denn morgen nehmen), würde meinem Norwegisch mit Sicherheit helfen!

Ytringsfrihet

Original-Post (Tag 172) Redefreiheit.

Keine Angst, der Politik-Teil ist heute recht kurz. Nur noch ein Argument gegen die Ju Es of Ey: Zugegeben, noch nicht beschlossen, aber alleine die Tatsache, dass es im Kongress als Gesetzesvorlage liegt, ist einfach ohne Worte: Jeder, der gegen Bezahlungkommerziell politische Lobbyarbeit betreibt, soll sich nach den Plänen der Republikaner beim Kongress registrieren und ihm alle drei Monate zu berichten, was man gesagt hat, bei Zuwiderhandlung Gefängnis.

Ok, ist ja in Ordnung, gegen Bezahlung Lobbyarbeit ist ja auch irgendwie komisch, nicht? Nein, wenigstens nicht so: Große Unternehmen kriegen jede Menge Schlupflöcher, während einfache Kommunikation als Lobbyismus angesehen wird und unentgeltliche Kommunikation zu mehr als 500 Leuten schon als bezahlterkommerzieller Lobbyismus betrachtet wird. Wer will noch nach Amiland? Ich nicht.

So, was war noch? Eine weiß-grüne Wiese vor dem Fenster, die Wiese scheint sogar weißer zu sein als der Berg dahinter, aber leider sind die Vorhersagen für die Temperaturen mittlerweile nach oben korrigiert worden, es wird wohl nur noch recht kurz unter den Gefrierpunkt gehen.

In der Uni hatte ich diese Woche vergeblich auf die Plots gewartet und das Paper am Freitag an die Koautoren geschickt, ohne diese Plots, und um Rückmeldung gebeten. Zwei davon habe ich bekommen, sie sind eingebaut, und jetzt hoffe ich nur, dass die beiden Plots wirklich am Wochenende kommen, und dann habe ich am Montag meine allererste Veröffentlichung. Ich glaube, dann gehe ich feiern!

Nein, kann ich nicht. Montag abend trifft sich der Männerchor Arme Ritter, bei dem ich nächstes Semester mitsingen will. Mal sehen ob die mich wollen ☺

Mal sehen auch, wieviel die Bücher für den Norwegisch-Kurs dieses Semester kosten, letztes Semester war ich da mit 80 € doch recht teuer dran.

Vielleicht doch noch was zum Wetter: bei mir war es gestern sehr sonnig, und in letzter Zeit nicht sehr windig, im Gegensatz zu Deutschland. Alle, bei denen ich mich gestern erkundigt habe, hatten keine Probleme, aber wie sah’s bei euch anderen aus? Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen. Und wenn ich bei der Frage danach nicht mehr unbedarft zwischen irgendwelche gerade frisch entstandenen Fronten gerate, wäre ich auch sehr dankbar *g*

Forlesning

Original-Post (Tag 169) Vorlesung.

Die erste dieses Jahr (und damit in meinem achten Semester) hatte ich heute. Quantenfeldtheorie. War heute nur Wiederholung von der Vorlesung letztes Semester, aber egal. Das Frühjahrssemester wird (abgesehen von meinen wahrscheinlich drei Reisen) hier in Bergen zweimal unterbrochen; Ostern is nix, und Anfang Februar sind Winterferien. Habt ihr das gemerkt — was eine tolle Brücke — WINTER! Jaha! Heute morgen habe ich seit langer Zeit mal wieder eine Zeitung im Aufzug gefunden, und der Wetterbericht sagt Donnerstag abend und den kompletten Montag frostige Temperaturen vorraus — ohne Niederschlag dann zwar, aber immerhin, es wird kalt.

Allerdings sagt diese Zeitung auch vorne „81 Tage mit Regen in Bergen“ und hinten weist die „Niederschlagsstatistik der letzten 30 Tage“ zwei Tage ohne Regen aus…

In der Uni habe ich die letzten Tage die Proceedings zu Laszlo’s Vortrag bei der QuarkMatter zusammengeschrieben, und habe davon eine Menge Zeit damit verbracht, auf jemanden zu warten, der mir Plots machen soll, leider immer noch vergeblich. Mal sehen, wie lange das noch dauert.

Außerdem habe ich weiter am Songbook gearbeitet, mit Stefan’s neuem Input (heute schickte er mir „Snow“ von den Chili Peppers); ich versuche, nach und nach das Format zu vereinheitlichen. Das war zwar schon das Ziel gewesen, als ich überhaupt angefangen hatte, das alles zu einem riesigen PDF zusammenzupacken, aber hat dann doch irgendwo nicht mehr funktioniert. Wenn ich es jetzt einmal durchgehe, wird es mit Sicherheit wieder zwischen ganz vorne und ganz hinten Inkonsistenzen geben, deswegen versuche ich, die „Regeln“ aufzuschreiben und es möglichst gründlich (und zweimal) durchzusehen, das wird aber wohl etwas dauern. Aber ich hab ja Zeit ☺

Smør

Original-Post (Tag 165) Butter.

Darüber habe ich eigentlich nicht viel zu erzählen, aber ich sitze hier gerade, Samstag morgen, höre Werner Reinke, und habe als Frühstück Weißbrot mit Nutella — und ungesalzener Butter darunter. Ist ein Überbleibsel von Mama und Papas Essenspaket zu Weihnachten. Das ist Luxus. Hach.

Dem Wetter nach zu urteilen, hat sich der Frühling wieder etwas zurückgezogen, aber nein, er ist nicht schon dem Sommer, sondern doch wieder dem Winter gewichen. Am Mittwoch morgen hat es geschneit, davon war zwar abends nur noch Glatteis übrig, aber auf dem Løvstakken ist es immer noch recht weiß. Keine Bilder, natürlich, Kamera is ja kaputt, schade.

Doch neben dem verspäteten Jahreswechsel hat sich noch was anderes getan; in meinem Büro gibt es jetzt zwei neue; Masterstudenten aus Stavanger, die allerdings noch keine Ahnung haben, über was sie schreiben. Nun ja. Während ich in dieser Woche recht fleißig am Programmieren und Schreiben war, haben sich meine Reisepläne für das nächste Halbjahr weiter erweitert: Vom 16. bis 19. April findet ein Hydro-Workshop statt, organisiert vom ITP Frankfurt! Und ohne wirklich Rücksprache zu halten, hat Laszlo einfach mal vier Leute — mich und ihn eingschlossen — angemeldet. Nicht falsch verstehen, ich find’s super. Noch eine Reise nach Frankfurt, für die ich nix bezahlen muss!

Meinen Mitbewohner habe ich immernoch nicht wirklich kennengelernt, etwas merkwürdig, vielleicht bringt das gerade beginnende Wochenende ja was.

Songbook

Das Wochenende wird mit relativ großer Sicherheit wenigstens eine Erweiterung für’s Songbook bringen — Dani California! Ist schon alles vorbereitet, bin nur nicht ganz fertig.