Stadtbahn in Bergen

Original-Post

Donnerstag und Freitag waren wieder sehr regnerisch, deswegen hielt es mich doch im Büro. Freitag abend allerdings war es trocken und ich lief nach Fantoft, um auf dem Weg dorthin möglichst viele Bilder der Stadtbahn zu machen. Was sich durch den Bau der Stadtbahn alles verändert hat, war schon sehr beeindruckend, und viel zu viel, um im Detail hier erwähnt zu werden. Leider hatte ich 2007 doch nicht so viele Bilder gemacht, die ich jetzt sinnvoll vergleichen kann, aber naja.

Tunnelportal in Fantoft (Tunnel aus Sletten). Oben: vor dem Bau (1. April 2007), Unten: Heute (2. Mai 2010)
Testfahrt (Wagen 203) in Wergeland Station, blick Richtung Norden (Fahrt nach Depot Kronstad). Links der Mitte das alte Wartehäuschen der Straßenbahnschleife Minde (Trikkesløype Minde)
Station Fantoft mit Tunnelportal nach Paradis und neugebauter Erweiterung für die Studentenwohnungen
Blick von Süden zur Station Troldhaugen mit überhängendem Haus
Endstation: Nesttun Terminal. Blick auf die Strecke, also nach Norden. Das Gleis Richtung Rådal (Süden) ist noch vom Bahnsteig überbaut…
Endhaltestelle in Nesttun

An der Endstation in der Stadt — Byparken — liegen zwar zwei Gleise, aber nur das Gleis Richtung Nesttun hat einen Bahnsteig. An dessen Ende liegt auch die Plakette der „Grundschienenlegung“. Die Strecke führt zum Hauptbahnhof und durch den Busbahnhof durch. Dahinter kommt die erste sehr stark veränderte Stelle: Ein Haus — Pastasentralen — musste der Strecke weichen. Eine S-Kurve später (Höchstgeschwindigkeit 10 km/h) sind wir dann an der Station Nygård direkt vor den naturwissenschaftlichen Gebäuden der Uni. Dahinter kommt Florida und die Brücke über den Store Lungegårdsvann. Hier fahren die Autos auf einer neu gebauten Brücke, während die Stadtbahn die alte Brücke mit Fahrradfahrern teilt. Hinterm Danmarksplass fängt dann ein langes Stück mit wirklich starken Eingriffen in das alte Straßenbild an, sowohl die Bjørnsonsgate als auch der Inndalsveien sind nun zum großen Teil Einbahnstraßen. Vor 5 Jahren war diese Verbindung noch die Haupteinfallstraße von Süden nach Bergen… Fantoft mit der 90°-Kurve und einem neuen Studentenwohnheim hat sich natürlich recht stark verändert, und hier ist noch am deutlichsten sichtbar, dass die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind.

Der Rest der Strecke hat keine größeren Einschnitte mehr in die existierende Infrastruktur gebracht, lediglich das Stück Troldhaugen―Nesttun wurde von drei Spuren auf zwei verkleinert, um Platz für die Strecke zu machen. In Nesttun, der momentanen südlichen Endstation, sind zwar auch beide Gleise verlegt, das Gleis Richtung Bergen allerdings ist nicht mit dem Rest verbunden und liegt unter einem Behelfsbahnsteig, sodass man jetzt von beiden Seiten in die Bahn einsteigen kann.

Soviel zur Bybane. Vielleicht kommt bald noch ein Bericht über den Rest in Bergen…

baeuchle

Autor: baeuchle

Baujahr 1984, Maikind. Geboren in Frankfurt, aufgewachsen in Frankfurt, bis ins Alter von 31 Jahren eigentlich immer Frankfurt. Jetzt Kassel. Ausführliche Vorstellung

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