Viddetur med Sykkel

Original-Post (Tag 272). Bergsteigen mit dem Fahrrad.

Das tat ich am Sonntag. Immernoch super Wetter, aber wie in Deutschland wird’s auch hier langsam kälter. Aber Pflanzen sind hier noch nicht am vertrocknen…

Nun, also, am Sonntag also Fahrradtour. Um neun Uhr ging’s schon los — dass ich bis acht schlafen konnte, war schon eine Ausnahme, aber dazu später mehr — nach Süden. Es lief sehr gut, und bald wähnte ich mich vor der ersten Herausforderung: 10 Kilometer lange Steigung. Doch, was war? Pustekuchen. Es ging sogar eher bergab. Dabei hatte das so nach einem Tal ausgesehen, das nach oben ging… Also, 10 Kilometer später war ja noch nix gewesen, also wieso nicht weiterfahren, auf dem Wanderweg, breit genug ist er ja. Kies- und Schotterweg, aber wenigstens recht fester Untergrund. Und wenn ich den durchhalte, dann komme ich auf der anderen Seite wieder an den Fjord, das wäre ja ganz toll. Nun ja, ich mach’s kurz, der Weg wurde immer schlechter, und ich hatte nicht das Gefühl, viel Höhe zu gewinnen, deshalb entschloss ich mich, umzukehren. Was ärgere ich mich jetzt! Auf dem Rückweg merkte ich, wie sehr viel Höhe ich doch schon gewonnen hatte. Naja. Dann „kurz den Berg hoch“ und ein anderes, paralleles Tal runter, stand auf dem Plan. Und hätte ich nicht genau gewusst — zwei Wanderer hatten dies bestätigt — dass es in diesem Tal wirklich sehr bergab geht, hätte ich aufgegeben. Für dieses „kurz den Berg hoch“ — 3 km — brauchte ich etwa 45 Minuten. Ich habe gelitten.

Aber dann, wie gesagt, eine Abfahrt sonders gleichen. 8 Kilometer schnurgerade nach unten, das hat mich wieder entschädigt. Danach, auf dem Rückweg, sah ich dann ein Denkmal für die alte Schmalspurbahn von Nesttun nach Os. Am Ende war ich 70 Kilometer gefahren.

Dafür fühlte ich mich heute nicht so produktiv, was aber wahrscheinlich gar nicht berechtigt ist, wenn ich mal so drüber nachdenke. Die Tage werden hier länger und länger, selbst jetzt, zwanzig nach elf, ist noch ein heller Streifen am Horizont, und morgens, wenn ich aufwache, ist es taghell. Und das weckt mich auf. Dadurch habe ich aber keinesfalls zu wenig Schlaf, ich gehe momentan recht früh ins Bett (erwischt — heute nicht).

Vogel-Gezwitscher ist mir begegnet bei meinen ausgedehnten Pausen auf diesem Ausflug:

An dem Berg ging es vorbei, erst rechts (da wo ich umkehrte), dann links (da wo’s so verdammt weh getan hat).
Ich will keine Filme hier einstellen, ansonsten hätte ich hier jetzt die obligatorischen 10 Sekunden Wasserfall ☺ Das war auf dem Weg zurück.
Auch auf dem Weg zurück, weiter unten.
Meine grüner-Saft-Wiese. Das ist jetzt mein Bildschirmhintergrund (in 1024×768).
Stend. Der letzte Teil der alten Bahn von Nesttun nach Os, deren sehr flache Trasse heute als netter Fahrradweg dient, der nur leider viel zu voll war, zum Beispiel mit den Kerlen auf dem Foto, die zu doof waren, zur Seite zu gehen (und sie haben’s versucht!)
baeuchle

Autor: baeuchle

Baujahr 1984, Maikind. Geboren in Frankfurt, aufgewachsen in Frankfurt, bis ins Alter von 31 Jahren eigentlich immer Frankfurt. Jetzt Kassel. Ausführliche Vorstellung

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