At night a candle’s brighter than the sun

Original-Post

Ich mag ja wirklich gerne Musik. Und bin ein riesiger Sting-Fan. Das nur mal so am Anfang.

Letzte Woche war ich auf der letzten Konferenz für dieses Jahr, nach nur etwas mehr als einer Woche daheim ging es mit dem Flugzeug nach Ηράκλειο (Iraklio) auf Κρήτη und von dort aus mit dem Taxi nach Λιμένας Χερσονήσου (Chersonisos), wo die FAIRness 2012 stattfand, die junge Wissenschaftler, die sich mit FAIR-relevanter Physik beschäftigen, zusammenbringen sollte. Das Zielhotel hatte einen schönen Strand und war all-inclusive, und der Workshop hatte lange Mittagspausen (man muss ja auch das ganze neue setzen lassen und in entspannter Atmosphäre weiterdiskutieren können!).

Nun war das Wetter schön, die Wellen meistens auch sehr planschfreundlich hoch (diejenigen, die lieber schwimmen wollten, hatten an anderen Tagen Spaß als ich), und das bessere Kissen nach der ersten Nacht dann im Schrank entdeckt. Doch dann sitzt man an draußen in der kühlen Abendluft, probiert mehrere Cocktails aus und kommt zu dem Schluss, dass in keinem von denen Alkohol enthalten ist. Dafür aber ganz viel Saft, der absolut künstlich schmeckt (Ich sollte anmerken, dass ich wegen meiner Anisabneigung nichts auf Ouzobasis probiert habe. Es gab wohl erträgliche Drinks, wenn man diese Einschränkung wegfallen hat lassen). Was macht der gute Deutsche da (nein, nicht beschweren)? Genau — Bier trinken. Das war wenigstens recht gut. Mittags ging es immer, abends meistens in das selbe Restaurant wie beim Frühstück, mit großem Buffet und schlechtem Salat. Zur Untermalung des Essens gab es dort ein wenig Hintergrund-Musik, und die eine CD, die die hatten, begann mit „Englishman in New York“ von Sting. Und die lief bei jeder Mahlzeit. Jeden Tag. Ohne Shuffle, immer gleiche Reihenfolge. Und so habe ich die Zeile „at night a candle’s brighter than the sun“ etwa eine Milliarde mal gehört diese Woche. Und da ich das Lied so mag, hatte ich jedes Mal einen Ohrwurm davon. Mann, bin ich froh, dass ich nicht bei sowas arbeite!

Auch froh bin ich, dass ich nicht in Griechenland oder Spanien lebe. Meine Meinung zur Krise ist ja eher, dass die deutsche Politik des Lohndumpings in den letzten Jahren unseren wirtschaftlichen Erfolg auf Kosten der südeuropäischen Länder möglich gemacht hat, und dass unser Konzept zur Krisenbewältigung — Schuldenmachen bis zum geht nicht mehr — das absolut richtige ist. Die Ansicht, anderen Ländern verbieten zu wollen, Schulden zu machen, halte ich deshalb für einen Schritt in die falsche Richtung — das wird, glaube ich, die Länder immer weiter in die Krise reintreiben.

Soviel zu meiner Meinung über die Krise. Eine der tollsten Dinge an der Forschung finde ich, dass hier so viele Leute aus so vielen unterschiedlichen Ländern zusammen kommen. Der eine Italiener, den ich auch mittlerweile schon ewig kenne, erzählte von (seiner Sicht auf) dem italienischen Ansatz Montis: Er gehe nach Berlin (nicht Brüssel, Berlin. Teil meines Problems. Aber egal:) und sagt „ja, wir können machen, was ihr sagt, kein Problem, aber dann ist in zwei Wochen Berlusconi wieder da“. Eine ernstergemeinte Diskussion hatte ich mit einer Spanierin. Dabei waren wir uns vollkommen einig: „Wir sind Hauptschuld, nicht die“. Wir waren uns nur nicht darüber einig, wer „Wir“ und wer „Die“ sind. Die Wahrheit liegt natürlich dazwischen — die Spanier haben Mist gebaut, die Griechen haben Mist gebaut, die Deutschen haben Mist gebaut. Und alle haben noch lange nicht damit aufgehört. (Und alle anderen Staaten sind dadurch noch lange nicht ausgenommen.)

Am Ende habe ich einen leichten Sonnenbrand auf den Schultern, noch etwas Sand in meinen Schuhen, viele schöne Erinnerungen, ein Feuerwerk in Hanau beim Landeanflug auf Frankfurt von oben gesehen (!), kaum Bilder diesmal, und kaum Zeit, bevor die nächste Tour losgeht, dann aber wirklich als Urlaub; Freitag geht’s auf den Balkan.

Oh, und apropos: Der Workshop war super organisiert, und die arme Hauptorganisatorin hat am Ende als einzige ihr Gepäck verloren. Das hat echt nichts mehr mit FAIRness zu tun.

The Big Wahoonie

Original-Post

Ich war ja letztes Jahr schonmal in Manhattan, jenen 59km², über die so viel geschrieben, gesungen, gesagt und gedichtet wurde, und die man trotzdem selbst erlebt haben muss, um einen Eindruck zu bekommen. Diesmal hatte ich nach eineinhalb Tagen Washington nach der Konferenz und dreieinhalb Stunden Zugfahrt noch etwa zweieinhalb Tage Zeit in New York. Mit vier Mann Begleitung, die alle noch nicht im Big Apple waren, richtete ich mich nach deren Wünschen und habe selbst noch viel Neues entdeckt, einiges wiedergesehen, vor allem den (fast) allgegenwärtigen Müllgeruch wiedergerochen und den allgegenwärtigen Lärm gehört.

In Washington war ich noch einmal bei ein paar (anderen) Monumenten in der Nacht, habe das Nationale Luft- und Raumfahrtmuseum angeguckt (und war nach sechs Stunden völlig platt) und habe festgestellt, dass nach neun Uhr abends an einem Sonntag keine gute Zeit ist, in der Innenstadt noch Gastronomie zu suchen. Washington hat aber noch eines, das erwähnenswert ist: Unendlich viel Fluglärm, sowohl von Flugzeugen als auch von Hubschraubern. Nicht gut. Das Museum aber war atemberaubend cool, und da der Eintritt umsonst ist, empfehle ich allen, lieber zwei halbe Tage reinzugehen statt einen ganzen, um wirklich für alles aufnahmefähig zu sein. Durch die letzten Ausstellungen sind Gunnar und ich nur noch zombieartig durchgelaufen, ohne wirklich viel zu sehen.

Blick entlang des Federal Triangles (rechts, mit dem Turm des alten Post Office) zum Kongress.
Blick vom Lincoln Monument zum Washington-Phallus. (©: Gunnar Gräf)
Sicher nicht das aufregendste Bild, das jemals mit dem Hubble-Teleskop aufgenommen wurde, aber das ist ja auch nur der Prototyp da hinter mir… (©: Gunnar Gräf)

Gleiches kann einem auch in New York City geschehen, aber da muss man immerhin nur gucken, nicht lesen. Gunnar und Stefans Wünsche (Christoph und Thomas haben langschlafbedingt ihr eigenes Ding gemacht) führten mich auf die (kostenfrei benutzbare) Staten Island Ferry, die an Ellis und Liberty Island vorbeiführt, am Hudson entlang und zum High Line Park, einer alten Hochbahnstrecke, die nach und nach in den letzten sechs Jahren zu einem Naherholungsgebiet mit mal wieder komplett anderem Blick auf die Stadt um/ausgebaut wurde. Und das letzte Stück fehlt noch. Cool wird das vor allem dadurch, dass man nicht am jedem Block stehen bleiben muss, weil die Ampel grade rot wird, wenn man ankommt.

Amerikanische Oberleitung. Die hängt schnurgerade in der Mitte des Gleises, ich dachte immer, das würde nicht gehen, wegen der Abnutzung der Stromabnehmer!?
Blick am High Line Park nach Norden.

Heute, letzter Tag, bin ich nur noch mit Stefan unterwegs, die anderen drei sitzen im Zug zu den Niagara Falls. Im Nationalen Museum für die Ureinwohner haben wir eine nette Ausstellung über den Einfluss der Indianer auf die Popkultur gesehen, und jetzt sitze ich im Bryant Park und warte auf Stefan, der hoffentlich nicht mehr in der Schlange steht (edit: stand er nicht mehr), um vom Empire State Building aus über die Stadt zu gucken (was mir die Gelegenheit gibt, soviel auf meinem Handy zu bloggen). Außer Essen und einem Buchlanden steht dann auch nichts mehr auf den ToDo-Listen, sodass wir gegen 18 Uhr unser Gepäck aus dem Hotel holen und uns auf nach JFK machen, wo der Flieger nach Frankfurt um 21:50 Uhr abfliegen soll.

Quark Matter

Original-Post

Quarkmaterie. Das ist, wie schon gesagt, der Name des Anlasses meiner USA-Reise. Die großen Beschleuniger, an denen Experimente für unser Feld gemacht werden, stehen in Genf, da wird seit 2010 gemessen, auf Long Island, wo seit 2000 Daten gesammelt werden und wo es momentan viel Überzeugungskraft braucht, Gelder für weitere Jahre von den Politikern zu bekommen, und bei Darmstadt, wo ab 2018 physikalische Fragen beantwortet werden sollen. Daraus erklären sich teilweise die Orte: Annecy nahe Genf letztes Jahr mit den ersten Ergebnissen, Washington bei den Entscheidungsträgern dieses Jahr, Darmstadt in zwei Jahren (der Zyklus ist nominell 1½ Jahre). Und für 2015 wurde Japan ausgedeutet, aber erdbebenbedingt ohne genauen Ort.

Die Konferenz an sich war für mich anstrengend — man hat kaum eine Minute für sich, die Nächte sind kurz und ich schranze oft nahe an der Reizüberflutung lang. Dafür war das Essen okay (besser als in Frankreich letztes Jahr), die neuen Ergebnisse aus Experiment und Theorie spannend genug, um nicht ständig einzuschlafen, die Organisation bis auf wenige Kleinigkeiten tadellos (im starken Gegensatz zu 2011!) und mein Zimmernachbar sehr angenehm (genau wie 2011, war ja derselbe).

Am ersten Tag, als die großen Übersichtstalks liefen, fand ich bei Twitter einen Wissenschaftsjournalisten, der aus dem Saal livetwitterte. In der Kaffeepause haben wir uns getroffen und unterhalten; sehr erhellende Einsichten von einem Außenseiter auf unser Feld (er ist Gravitationsphysiker). Es gab zwei Abendvorträge, einen über Energie und woher wir sie kriegen (den ich schonmal in Frankfurt gesehen habe und den ich trotzdem gut fand), und die richtige After-Dinner-Speech nach dem Gala-Dinner vom schlechten Astronomen Phil Plait der unter dem Titel Death from the Skies über Asteroiden, Kometen, grotten- und nicht ganz so schlechte Hollywoodfilme, Sonnenwinde und andere Möglichkeiten, wie das Leben auf der Erde durch kosmische Einflüsse beeinträchtigt werden könnte, berichtete. Das war die beste After-Dinner-Speech, die ich bei einer QuarkMatter je erlebt habe, und immerhin muss die sich dem Bericht über die Pathfinder-Mission vor zwei Jahren in Tennessee messen.

Und natürlich trifft man Leute, und zwar zu Hauf. Alte Weggefährten aus Frankfurt, aus Bergen, Leute, die doch keine Weggefährten wurden wie die aus Montreal, Konferenzbekannschaften, die man immer wieder gerne trifft.

Alles in Allem eine schöne Konferenz, die auch die Unmengen (per Atmosfair abbezahlten) Mengen CO2, die der Flug über den großen Teich verursacht hat, lohnenswert erscheinen lassen. Und ob ich, sechs Wochen vor dem Ende meines Vertrages, die Reise zur nächsten Quark Matter werde bezahlen lassen können, daran besteht nicht wirklich ein Zweifel.

(Disclaimer: Mein Arbeitgeber hat die Aufgabe, die neue Anlage in Darmstadt vorzubereiten und zu promoten.)

Bezirk von Kolumbia

Original-Post

District of Columbia. Washington also; da bin ich grade. Die nächste QuarkMatter-Konferenz, nach der in Annecy letztes Jahr und Knoxville, TN vor drei Jahren. Heute ist Halbzeit der sechstägigen Konferenz, und den freien Nachmittag habe ich genutzt, um auf eigene Faust die Stadt anzugucken.

Was wird mir wahrscheinlich hiervon im Gedächtnis bleiben? Ich glaube, drei Dinge: Vor allem die ständigen Temperaturunterschiede. In geschlossenen Gebäuden ist es kühl, aber selten angenehm, eher wirklich kalt, und draußen schwitzt man sich fast zu Tode. Der Übergang ist jedes Mal abrupt und sehr, sehr unangenehm. Zweitens die Metro, aber nicht, weil sie hier besonders aufregend wäre, eher wegen dem Gegenteil: die Züge sind hässlich und alle (unterirdischen) Stationen sehen gleich aus. Und nichtmal schön, vor allem dunkel. Aber das ist wohl gewollt, sonst könnte man einfach die Wände weiß streichen, das würde schon so viel ausmachen…

Typische Metrostation in Washington, DC. Die einzige Variation ist manchmal, dass es einen Mittelbahnsteig gibt, und dass die Abgänge manchmal woanders sind. Kreuzungsbahnhöfe sind einfach zwei solche Stationen rechtwinklig aufeinandergesetzt, eine davon mit etwas höherer Decke.

Das dritte sind die Monumente. Ich halte zwar nicht unbedingt viel von Prachtbauten, aber beeindruckend sind die ganzen Teile schon. Dank der Anregung von einem Freund sind wir am ersten abend (naja, dem zweiten, der erste war nur Ankommen und Ins-Bett-fallen) bei Nacht zu einer Tour an die großen Denkmäler aufgebrochen, und auch wenn es ökologischer und klimatologischer Frevel ist, soviel Licht in den Himmel zu blasen, erzeugt der Teil der Lichtes, der auf den Obelisk und die anderen Prunkbauten fällt, wirklich eine schöne Stimmung. Auch tagsüber, das habe ich dann eben heute bemerkt, sind die Bauten eindrucksvoll. Leider ist die Washington Mall, also der Bereich zwischen Kongress und Lincoln Memorial, wie auch viele andere Stellen in der Stadt, momentan Baustelle, was der Fotogenität nicht direkt zuträglich ist.

Das Kapitol. Wesentlich beeindruckender als das Weiße Haus, was ich aber auch nicht direkt klein fand…
Washington Monument (das große Phallus-Symbol links) und Jefferson Monument (das mit den Säulen und der Kuppel rechts) mit mir im Bild.

Am Samstag ist die QuarkMatter zu Ende, dann habe ich noch den Sonntag hier, Montag geht es mit dem Zug zurück nach New York, und Mittwoch abend der Flieger nach Europa. Mal sehen, was ich dann noch zu berichten weiß.

Klassenfahrt

Original-Post

Und noch ein Lebenszeichen aus Annecy, während ich im Bus sitze, der gleich Annecy verlassen und irgendwann heute Nacht in Frankfurt ankommen wird. Die Konferenz ist zuende, die nächste Quark Matter wird im August 2012 im District of Columbia (also in Washington) stattfinden. Jetzt heißt’s aber erstmal, die Ergebnisse dieser QM zu verdauen und zu sehen, was das nun für unsere Modelle und Theorien bedeutet. Mal sehen, was es dann nächstes Jahr alles Neues gibt…

So ’ne Konferenz ist aber bei allem Spaß und allen tollen Sachen ziemlich anstrengend, und es ist ganz gut, dass es nicht länger als eine Woche dauert. Das gilt neben der Kondition auch ganz besonders für den Geldbeutel, denn das Essen hier in Frankreich ist echt sauteuer, aber wenigstens ist das Essen nur halb-typisch französisch, sondern eher so, wie ich mir schweizer Essen vorstelle — viel Käse und Kartoffeln. Das Essen, das wir bei der Konferenz bekommen haben, ist schon eher typisch französisch gewesen: Wenig, fancy, alle lieben’s außer Bjørn. Naja — außer, dass am Mittwoch scheinbar jeder Durchfall hatte. Französisches Essen ist ja soo toll.

Meine Karrierepläne kommen tatsächlich voran, Charles hat mich für Ende September nach Montreal eingeladen, und wenn ab jetzt alles gut läuft, wäre nächstes Frühjahr in Montreal anzufangen realistisch. Mal sehen, wie es bis dahin weiterläuft. Vorerst freue ich mich auf daheim, meinen Geburtstag nachzufeiern, die ganzen Sommerfeste, die jetzt so langsam auf mich zukommen, aufs Freibad und den ganzen anderen Kram, der Frühling und Sommer so toll macht.

Annecy 2011

Original-Post

Viele Grüße aus Frankreich! Mal wieder führt mich eine Konferenz zu unserm südöstlichen Nachbarn, und abgesehen davon, dass ich momentan extrem müde bin und die Organisation der Konferenz durchaus ein bisschen verbesserungswürdig ist, ist es hier wirklich toll. Am Samstag Nacht habe ich auf einer Wiese mit meiner Ukulele gesessen, am Sonntag abend habe ich auf einer anderen Wiese mit derselben Ukulele gesessen, und jedes Mal hatte ich sehr nette Begleitung.

Heute abend — jetzt — ist hier in Annecy der Strom ausgefallen, komisch, die haben doch genug Kernkraft hier in Frankreich, dachte ich. Jedenfalls verhindert das, gepaart mit dem unglaublich schlechten Internet im Konferenzzentrum, dass ich mich nach Finanzierungsmöglichkeiten für eine PostDoc-Stelle in Montreal umschaue; ja, es scheint wieder näher gerückt zu sein.

Die Fahrt hier runter war in einem kleinen Bus, den wir mit Ukulele und Gesang etwa 7 der 10 Stunden lang beschallt haben, auf der Rückfahrt werden wir das wohl wieder machen, nur ist der Bus da größer & voller. Bis dahin genieße ich das gute Wetter hier und den schönen See und werde hoffentlich noch viele neue Dinge lernen, neue Leute kennenlernen, alte Leute wiedersehen (habe noch lange nicht alle Leute heute getroffen) und irgendwann auch Postkarten schicken. Und meine Gedanken sind eh momentan in Frankfurt…

Manigod Februar 2009

Original-Post

Im Februar 2009 führte die Lecture Week der H-QM nach Manigod. Eine Woche lang Supersymmetrie und andere LHC-Physik im dicken Schnee, und danach Heimfahrt mit dem Zug (nur ich alleine) von Genf nach Brig und dann über den Lötschberg.

Blick in die Französischen Alpen. Winter ist manchmal toll…
Hinterm Haus war es wirklich verschneit!
Ein sonniger Morgen in Manigod
Gleicher Blick etwas später am Tag
Der Umweg beim Heimfahren über Brig bescherte mir diesen Blick auf die Matterhorn-Gotthardbahn

Quark Matter 2009

Original-Post

Ende März/Anfang April 2009 war ich bei der Quark Matter im langweiligen Tennessee. Aber obwohl die Stadt nicht aufregend war, habe ich doch zwei, drei schöne Bilder mitgebracht.

Sehe ich wirklich so aus, wenn ich was erkläre? Das Bild war wirklich nicht gestellt!
Im Smokey Mountain National Park.
Ich bin halt weitsichtig (©: Henner Büsching)
Ich liebe blühende Bäume, und am ersten April ist es nochmal ganz besonders, fühlt sich fast nach Mai an!
Die Innen-/Altstadt von Knoxville, Tennessee. Das Monument ist der Frauenrechtsbewegung/-in gewidmet.

Kemer 2009

Original-Post

Die letzte Lecture Week der ersten HQM-Gruppe fand im November 2009 in Kemer in der Türkei statt. Da waren es angenehme sonnige 25° C, das Wasser war erträglich (das im Mittelmeer, nicht das in den Pools), und das Thema der Lecture Week war Hydrodynamik und Flow. Echt super.

Strahlende Sonne, Palmen und Katzen waren die Haupteindrücke in Kemer
In Myra gibt es Steingräber, die den damaligen Holzhäusern der Könige nachgebaut sind.
In der Stadt, aus der der heilige Nikolaus kommt, hatte man mal eine etwas ausgefallene Idee, einen Stadtplan zu machen
Bei Kekova kann man vom Schiff aus eine sehr nette, mediterane Siedlung sehen. Die Türkei kann echt hübsch sein!
Wie gesagt, Katzen haben in Kemer ganz besonders gefeatured!

Jamaica 2010

Original-Post

An Neujahr 2010 machte ich mich morgens um 5 Uhr auf, um nach Jamaica zu reisen. Der Grund? Eine Konferenz natürlich! Ich ließ mich weder von starkem Nasenbluten noch von Haibissen aufhalten und hatte eine schöne Zeit bei leider schlechtem Wetter.

Ein Markt in Ocho Rios/Jamaica.
Das bin ich mit meiner dritten Folie (oder so) in Jamaica. (© CC-BY-SA 3.0: Ioannis Bouras)
Exkursionsziel war ein Korallenriff vierhundert Meter neben dem Hotel, wo alle, die nicht grade in eine Glasscherbe reingetreten waren, Schnorcheln gegangen sind. Die anderen sind halt auf dem Schiff geblieben und haben Fotos gemacht ☹
Der Wasserfall bei Ocho Rios, den ich in Ermangelung guten Wetters leider nicht mehr besucht hatte.
Blick aus dem Hotel auf Ocho Rios.

Ersatzzug

Original-Post

Anlass dieses Posts ist, dass ich gerade im Cisalpino von Zürich nach Milano sitze und zu müde zum Arbeiten bin. Warum also nicht mal wieder was auf die Homepage schreiben? Seit einiger Zeit denke ich schon darüber nach, wie ich das hier umgestalten kann; was ich damit will. Über diese Frage hatte ich ja auch schon mal sinniert. Die Homepage ist als Norwegen-Blog groß geworden, sollte sich aber vielleicht eher zu einer Visitenkarte entwickeln, und dafür muss eben nicht unbedingt das Aussehen, aber der Inhalt ein bisschen neustrukturiert werden.

Naja, deshalb nicht so viel Bericht über meine Erlebnisse in den letzten Monaten, sondern nur über heute morgen: Ich bin auf dem Weg nach Bormio, Norditalien, weil ich auf einer Konferenz dort einen Vortrag halten werde. Abfahrt in Frankfurt 5:56 Uhr, Umsteigen in Zürich und Mailand, dann ab Tirano Bus. Zweimal umsteigen ist das Optimum, allerdings hätte ich mit fünfmal umsteigen auch ein paar Stunden schneller sein können.

In Frankfurt steht am Bahnsteig nur „Stuttgart“ als Fahrziel, aber auf dem einfahrenden Zug steht dann doch „Zürich“. So ein Glück. Ich habe einen Sitzplatz direkt hinter dem Fahrer, toll.

Der Fahrer kommt und verundurchsichtigt die Glasscheibe hinter ihm. Na super. Und warum? Damit er rauchen kann. Manno. Ich flüchte später vor dem Qualm, der aus dem Führerhaus kommt, nach hinten. Kurz vor Abfahrt kommt in Frankfurt die Durchsage, dass dieser ICE nur bis Stuttgart fahre (also doch!) und von dort ein Ersatzzug bis Zürich fahren würde. Der Zugbegleiter erzählt mir beim Fahrkartenkontrollieren, dass das Zugpersonal bis dahin auch nichts davon wusste.

In klirrender Kälte in Stuttgart (und ich bin hundemüde!) steht der Zug natürlich noch nicht bereit, auch wenn das über Lautsprecher behauptet wird. Er fährt dann ein — wenigstens IC-Wagen mit Steckdosen. Allerdings fährt der Zug nur bis Singen, weil die Lokzüge nicht in die Schweiz dürfen. Bis ich vom neuen Personal kontrolliert werde, ist mein Ärger wieder verflogen, und die Zugbegleiterin versichert mir, dass der Zug die normale Fahrzeit wird halten können und mein 20-Minuten-Anschluss in Zürich nicht gefährdet sei. Nun, ich sitze jetzt im Anschlusszug, also hatte sie recht behalten. Die Fahrt von Singen nach Zürich, an dem Rheinfall vorbei, ist dann in einem SBB-Regionalzug ohne Toiletten, in Zürich kann man nicht ohne Franken pinkeln, und im Cisalpino waren auch genügend Toiletten kaputt, dass ich Panik bekam. Habe ich aber noch eine gefunden.

Jetzt sitze ich hier in einem reservierungspflichtigen Zug ohne Reservierung (konnte mir die Dame am DB-Schalter nicht verkaufen), aber der Schaffner hat nicht darauf geachtet. Und gleich kommt der Gotthard und ich bin schon sehr gespannt darauf, sieht jetzt schon toll aus da draußen!

Eines noch: Ich bin jetzt bei Facebook (Update von 2016: Seit Anfang 2015 ignoriere ich meinen Facebook-Account wegen der neuen Datenschutzrichtlinien), vielleicht kommt hier auch irgendwann ein Link hin, und ich habe mich von Fips von Openstreetmap überzeugen lassen — noch nicht eine gleichwertige Alternative zu Google Maps, aber es hat durchaus Potential.

Traditionspost Lecture Week

Original-Post

Den meisten Fortschritt auf dieser Seite gab es seit Norwegen immer dann, wenn ich auf Reisen war. So auch jetzt.

Ich bin momentan in den Französischen Alpen, in Manigod, auf Lecture Week von der H-QM. Und ich habe das Archiv wieder mal umgebaut, so dass die Artikel aus den verschiedenen Sektionen (Orchester, Songbook, Alles andere und (neu) CV) nicht mehr nur auseinandersortiert, sondern auch von einander getrennt gespeichert und gelistet sind. Die alten Links bleiben (vorerst) gültig.

Das Jahr hat ganz gut angefangen, stressig zwar, aber das wusste ich ja. Die Proceedings für die HotQuarks sind korrigiert und erneut eingeschickt, und ich bin mit meiner Arbeit beim nächsten Problem angelangt. Meine Reisepläne haben sich etwas verändert: Nach der Konferenz in Tennessee werde ich doch direkt heimfahren, weil alle, mit denen ich durch die Staaten fahren wollte, auf eine weitere Konferenz danach fahren und deshalb nicht können. Schade. Auch darf ich keinen Vortrag halten, nur ein Poster aufhängen. Dafür halte ich davor auf der DPG-Tagung in Bochum einen Vortrag.

Zurück ins hier und jetzt: Meine Rückfahrt wird mit dem Zug durch’s Rhonetal und dann durch den Lötschberg-Basistunnel gehen. Bilder gibt’s hier hoffentlich bald zu sehen. Bis dann.

Hot Quarks in Colorado

Original-Post

Im August war ich in Estes Park, Colorado in den Vereinigten Staaten. Dort fand die Konferenz „Hot Quarks“ statt. Eine Woche lang in den Rocky Mountains auf etwa 2900 Metern Höhe, mitsamt Fahrrad-Fahr-Ausflug: Mit dem Auto auf 3500 Meter (12090 Fuß), und dann runterrollen bis zum geht nicht mehr. War toll, und ich war auch nicht in die beiden Unfälle verwickelt…

Im Hotel gab’s nachts Bären und morgens Rentiere.
Ja, ich war wirklich auf Zwölftausend und neunzig Fuß Höhe. (©: unbekannt)
Bei einer Pause während der Fahrradtour entstand dieses Gruppenbild. (Selbstauslöser)
Die Rocky Mountains nur noch im Rückspiegel auf der Rückfahrt nach Denver…
In Detroit gibt es eine Art Trambahn innerhalb des Terminals.

Genf

Original-Post (Tag 304) Genf. (Ach, was.)

So, lange nix mehr gewesen, ne? Naja, es ist ja auch ein Norwegen-Blog, und da bin ich nun nicht mehr. Und was soll ich schreiben, wenn die, für die ich schreibe, es sowieso mitkriegen? Naja, jetzt bin ich am CERN, schon den vierten Tag. Gestern habe ich einen Vortrag gehalten, 16 Minuten, 14 Folien, ging ganz gut. Das Wetter hier begann besser als der Regen, den ich in Frankfurt verlassen hatte, aber gestern nachmittag holte er mich ein, jetzt ist es wolkig, aber trocken.

Die Unterkunft ist ganz gut, großes Zimmer (ich schätze, 2½ × 6 Meter) mit Waschbecken, Schrank, Schreibtisch und Bett. Nur Internet ist hier ein Problem.

Ich bin hier jetzt noch eine Woche, dann gebe ich die Arbeit ab, und dann… fertig… puh… Will gar nicht dran denken, nicht jetzt jedenfalls.

Achso, ja, danke für alle Geburtstagsgrüße!