Gutes Wetter im Allgäu

Für den letzten Urlaub in diesem Jahr sind wir Ende August für eine Woche ins Allgäu gefahren, um von der Ferienwohnung auf dem Bauernhof von Verwandten aus die Gegend zu erkunden. (Wer sich für Urlaub im Allgäu interessiert, dem kann ich diese Ferienwohnung wirklich wärmstens empfehlen, trotz der Flash-Only-Webseite.) Der reservierte Platz in dem einen durchgehenden InterCity war zwar in einem Wagen mit nicht funktionierender Klimaanlage, aber der Zug war unerwarteterweise so leer, dass wir uns bequem an einen anderen Platz setzen konnten.

223 065 in ALEX-Farbgebung bei Ausfahrt aus Kempten Hbf
223 065 in ALEX-Farbgebung bei Ausfahrt aus Kempten Hbf
Pause gemacht, Strecke gesehen, wie schön, dass es überall Handynetz gibt: Das Internet sagt, in fünf Minuten fährt ein Zug in Sonthofen nach Norden! Darauf kann man ja mal ein bisschen warten. ALEX mit Ersatzlok, wahrscheinlich 2143.18.
Pause gemacht, Strecke gesehen, wie schön, dass es überall Handynetz gibt: Das Internet sagt, in fünf Minuten fährt ein Zug in Sonthofen nach Norden! Darauf kann man ja mal ein bisschen warten. ALEX mit Ersatzlok, wahrscheinlich 2143.18.
Ein weiteres Produkt einer Pause und des allgegenwärtigen Handy-Internets: 2143.18 vor dem ALEX in Richtung München kurz hinter Fischen auf der Brücke über die Iller.
Ein weiteres Produkt einer Pause und des allgegenwärtigen Handy-Internets: 2143.18 vor dem ALEX in Richtung München kurz hinter Fischen auf der Brücke über die Iller.

Die Urlaubszeit war grandios gut ausgesucht: Bis am Tag vor unserer Ankunft Montags gab es Regen, dann fünf Tage strahlend blauer Himmel, dann einen Tag mit Schäfchenwolken, und ab Sonntag abends, wo wir schon wieder daheim waren, sollte es wieder regnen.

Im Vordergrund Hüttenberg, im Tal Sonthofen. Blick nach Osten.
Im Vordergrund Hüttenberg, im Tal Sonthofen. Blick nach Osten.

Zwischendurch spazierten wir zu einer Garten-Modellbahn, liefen durch die Breitachklamm, fuhren mit dem Fahrrad an der Iller entlang bis Oberstdorf und zurück und kletterten in der Starzlachklamm herum – aber auf den ausgeschilderten Wegen, nicht durchs Wasser, wie diese ganzen Gruppen, die in Neoprenanzügen ins Wasser gehüpft sind. Und wir konnten jeden Tag bemerken, wie die Wärme des Wassers im Baggersee ein bisschen weiter nach unten reichte.

Für 10 Cent kann man diesen und noch einen anderen Zug im Kreis fahren lassen. Leider fährt der hier falsch rum (Lok ist hinten und schiebt).
Für 10 Cent kann man diesen und noch einen anderen Zug im Kreis fahren lassen. Leider fährt der hier falsch rum (Lok ist hinten und schiebt).
Brücke auf dem Weg durch die Breitachklamm
Brücke auf dem Weg durch die Breitachklamm
Zwei der Canyoning-Gruppen in der Starzlachklamm: Oben kurz vorm Abseilen durch den Wasserfall; mitte und unten beim Nochmalreinspringen vom Felsen.
Zwei der Canyoning-Gruppen in der Starzlachklamm: Oben kurz vorm Abseilen durch den Wasserfall; mitte und unten beim Nochmalreinspringen vom Felsen.

Und dann, viel zu schnell, ging es auch schon wieder zurück nach Hause, diesmal mit funktionierender Klimaanlage.

Die Bergschablone als Aussichtspunkt bei Muderbolz, die wir allerdings von keiner Stelle deckungsgleich mit mehr als 10° bekommen haben.
Die Bergschablone als Aussichtspunkt bei Muderbolz, die wir allerdings von keiner Stelle deckungsgleich mit mehr als 10° bekommen haben.
Die komplette Bergschablone
Die komplette Bergschablone

Schmalspurbahn im Winter, Vol. 5

Original-Post

Ich weiß ja auch nicht, wie ich das mache, aber auch 2014 habe ich es geschafft, am Anfang des Jahres an einer Schmalspurbahn zu sein. Dieses Jahr war das verknüpft mit meinen Silvesterplänen – für diese ging es wie schon vor zwei Jahren nach Zürich. Von dort aus folgte ich meiner Meute, die sich in den Kopf gesetzt hatte, noch ‚etwas in den Schnee‘ zu fahren, in die Schweizer Alpen, was mich dann schließlich nach Grindelwald brachte.

Grindelwald liegt am Ende einer Zahnradbahn von Interlaken auf etwa 1000 Metern Höhe und am Anfang einer anderen Zahnradbahn auf die Kleine Scheidegg (2000 Meter), von wo aus dann die Jungfrauenbahnen durch den Eiger hindurch bis zum Jungfraujoch fährt (ca. 3500 Meter). In dieser Gegend also gingen wir erst zu acht Schneeschuhwandern, dann zu viert Schlitteln (während die anderen vier Skifahren waren) und dann nochmal beides zu viert.

Auch wenn es nicht wahnsinnig kalt war (2 Grad auf 2000 Metern Höhe), war es doch ein guter Testlauf für meine neue Winterkleidung, die ich dann später in Norwegen ausprobieren wollte, und überhaupt der erste Schneeurlaub seit ich mich erinnern kann. Schlittenfahren war bisher für mich höchstens vom Feldberg zum Sandplacken, immer am Weg entlang, und alle drei Meter wieder absteigen und weiterschieben. Eine Viertelstunde ununterbrochen schlitteln zu können und dann mit dem Zug hochfahren und nochmal runter, war eine sehr neue und wahnsinnige Erfahrung für mich.

Ach ja, und Bilder gibt es auch:

Panoramaansicht von Bussalp und First (Blick nach Norden über das Tal, in dem Grindelwald liegt).
Ausfahrt von der Kleinen Scheidegg in Richtung Grindelwald.
Ich war erst ein bisschen überrascht, Güterverkehr auf der Wengernalpbahn zu sehen, aber bei genauerem Nachdenken gibt es eigentlich keine andere sinnvolle Möglichkeit, Dinge auf den und vom Berg zu transportieren.

Neues aus Zürich

Original-Post

Im letzten Monat bin ich durchaus auch unterwegs gewesen, aber nie so lange und ausführlich, dass sich ein eigener Artikel wirklich gelohnt hätte. Aber nun:

Geärgert hatte ich mich an Christi Himmelfahrt. Weil die CDU-Dezernenten in Frankfurt per Rasenmähermethode alle Veranstaltungen in der Stadt verboten hatten, kam eine etwas bedrohliche Stimmung auf, die meinen Arbeitgeber dazu bewogen hat, das Gebäude am Brückentag zu schließen, man weiß ja nie (und das 10 km von der Innenstadt entfernt, na gut). Die Ankündigung dazu kam am Mittwoch um 17:30 Uhr. Wirklich realisiert, dass ich dadurch viereinhalb Tage zum Reisen hatte, habe ich aber erst am Donnerstag nachmittag, und da war das Zeitfenster für anstehende Touren schon vorbei. Schade.

Dann gab’s die Woche drauf eine Feier zum Beginn des dritten Drittels des Frühlings, zu der ich einige Freunde eingeladen hatte, und das Wetter hat zum Glück mitgespielt. Am Wochenende wollte ich dann mein neues Intelligentes Telefon mit auf die Gitarrenorchesterfreizeit nehmen, habe dann aber festgestellt, dass Twittern ohne Handynetz nicht wirklich geht. Schade.

Endlich wirklich unterwegs war ich dann am 3. Juni, als ich nach Koblenz fuhr, um im strömenden Regen die Sonderfahrten der E 69 zu fotografieren. Der Freundliche Herr in Blau war am Freitag schon hingefahren und nahm mich dann mit dem Leihwagen wieder mit nach Frankfurt.

Tags drauf ging es dann mit Eltern und Schwester im Zug nach München, um abends in die Generalprobe von Neues aus der Anstalt zu gehen, bei der Gelegenheit habe ich mich mit meiner alten Bürokollegin, die jetzt in München arbeitet, getroffen, und alte und neue Geschichten ausgetauscht. Die Rückfahrt am nächsten Tag war dank des netten Tf mit freier Sicht nach vorne. Juchuh.

Die letzte belanglose Episode der letzten dreißig Tage führte mich mit 4 Freunden letztes Wochenende nach Zürich, um zwei sehr gute Freunde zu besuchen und ihnen Apfelwein vorbeizubringen. Die Hinfahrt am Freitag war mit Nahverkehrszügen in 7:07 Stunden und fünf Umstiegen, die Rückfahrt nach zwei Stunden Schlaf um 6 Uhr morgens ab Zürich mit dem ICE. Ich bin mir noch nicht sicher, was anstrengender war. Zwischendurch konnte ich am Walensee wandern, über den Zürichberg spazieren, das Auftakt der Deutschen bei der Fußball-EM ansehen und wenig schlafen. Und am Montag im Büro habe ich es sogar bis zum Feierabend ausgehalten, ohne einzuschlafen!

Und ich erwähne das erst unten, weil es eigentlich eh klar ist: Alle Anschlüsse auf allen Fahrten (auch die 9 Minuten in Karlsruhe und die 3′ in Winterthur) haben geklappt. Das Schlimmste waren 9 Minuten Verspätung bei der Fahrt nach Koblenz, der Rest war durch die Bank weg bei < 3′ Verspätung und bei bis zu 3′ zu früher Ankunft. Kann man da meckern?

Klassenfahrt

Original-Post

Und noch ein Lebenszeichen aus Annecy, während ich im Bus sitze, der gleich Annecy verlassen und irgendwann heute Nacht in Frankfurt ankommen wird. Die Konferenz ist zuende, die nächste Quark Matter wird im August 2012 im District of Columbia (also in Washington) stattfinden. Jetzt heißt’s aber erstmal, die Ergebnisse dieser QM zu verdauen und zu sehen, was das nun für unsere Modelle und Theorien bedeutet. Mal sehen, was es dann nächstes Jahr alles Neues gibt…

So ’ne Konferenz ist aber bei allem Spaß und allen tollen Sachen ziemlich anstrengend, und es ist ganz gut, dass es nicht länger als eine Woche dauert. Das gilt neben der Kondition auch ganz besonders für den Geldbeutel, denn das Essen hier in Frankreich ist echt sauteuer, aber wenigstens ist das Essen nur halb-typisch französisch, sondern eher so, wie ich mir schweizer Essen vorstelle — viel Käse und Kartoffeln. Das Essen, das wir bei der Konferenz bekommen haben, ist schon eher typisch französisch gewesen: Wenig, fancy, alle lieben’s außer Bjørn. Naja — außer, dass am Mittwoch scheinbar jeder Durchfall hatte. Französisches Essen ist ja soo toll.

Meine Karrierepläne kommen tatsächlich voran, Charles hat mich für Ende September nach Montreal eingeladen, und wenn ab jetzt alles gut läuft, wäre nächstes Frühjahr in Montreal anzufangen realistisch. Mal sehen, wie es bis dahin weiterläuft. Vorerst freue ich mich auf daheim, meinen Geburtstag nachzufeiern, die ganzen Sommerfeste, die jetzt so langsam auf mich zukommen, aufs Freibad und den ganzen anderen Kram, der Frühling und Sommer so toll macht.

Annecy 2011

Original-Post

Viele Grüße aus Frankreich! Mal wieder führt mich eine Konferenz zu unserm südöstlichen Nachbarn, und abgesehen davon, dass ich momentan extrem müde bin und die Organisation der Konferenz durchaus ein bisschen verbesserungswürdig ist, ist es hier wirklich toll. Am Samstag Nacht habe ich auf einer Wiese mit meiner Ukulele gesessen, am Sonntag abend habe ich auf einer anderen Wiese mit derselben Ukulele gesessen, und jedes Mal hatte ich sehr nette Begleitung.

Heute abend — jetzt — ist hier in Annecy der Strom ausgefallen, komisch, die haben doch genug Kernkraft hier in Frankreich, dachte ich. Jedenfalls verhindert das, gepaart mit dem unglaublich schlechten Internet im Konferenzzentrum, dass ich mich nach Finanzierungsmöglichkeiten für eine PostDoc-Stelle in Montreal umschaue; ja, es scheint wieder näher gerückt zu sein.

Die Fahrt hier runter war in einem kleinen Bus, den wir mit Ukulele und Gesang etwa 7 der 10 Stunden lang beschallt haben, auf der Rückfahrt werden wir das wohl wieder machen, nur ist der Bus da größer & voller. Bis dahin genieße ich das gute Wetter hier und den schönen See und werde hoffentlich noch viele neue Dinge lernen, neue Leute kennenlernen, alte Leute wiedersehen (habe noch lange nicht alle Leute heute getroffen) und irgendwann auch Postkarten schicken. Und meine Gedanken sind eh momentan in Frankfurt…

Manigod Februar 2009

Original-Post

Im Februar 2009 führte die Lecture Week der H-QM nach Manigod. Eine Woche lang Supersymmetrie und andere LHC-Physik im dicken Schnee, und danach Heimfahrt mit dem Zug (nur ich alleine) von Genf nach Brig und dann über den Lötschberg.

Blick in die Französischen Alpen. Winter ist manchmal toll…
Hinterm Haus war es wirklich verschneit!
Ein sonniger Morgen in Manigod
Gleicher Blick etwas später am Tag
Der Umweg beim Heimfahren über Brig bescherte mir diesen Blick auf die Matterhorn-Gotthardbahn

Bormio 2010

Original-Post

Ende Januar 2010 ging es nach Norditalien, nach Bormio. Nach den Schwierigkeiten, hinzukommen, hatte ich eine schöne Woche mit vielen netten Leuten und einer phänomenalen Rückfahrt mit der Rhätischen Bahn.

Ich und meine zweite Folie in Bormio.
Bormio im Schnee
Der Heimweg aus Bormio: Miralago, aus dem Zug der Rhätischen Bahn heraus fotografiert
Blick zurück auf Miralago
Der Lago Bianco ist im Winter wirklich sehr weiß

Traditionspost Lecture Week

Original-Post

Den meisten Fortschritt auf dieser Seite gab es seit Norwegen immer dann, wenn ich auf Reisen war. So auch jetzt.

Ich bin momentan in den Französischen Alpen, in Manigod, auf Lecture Week von der H-QM. Und ich habe das Archiv wieder mal umgebaut, so dass die Artikel aus den verschiedenen Sektionen (Orchester, Songbook, Alles andere und (neu) CV) nicht mehr nur auseinandersortiert, sondern auch von einander getrennt gespeichert und gelistet sind. Die alten Links bleiben (vorerst) gültig.

Das Jahr hat ganz gut angefangen, stressig zwar, aber das wusste ich ja. Die Proceedings für die HotQuarks sind korrigiert und erneut eingeschickt, und ich bin mit meiner Arbeit beim nächsten Problem angelangt. Meine Reisepläne haben sich etwas verändert: Nach der Konferenz in Tennessee werde ich doch direkt heimfahren, weil alle, mit denen ich durch die Staaten fahren wollte, auf eine weitere Konferenz danach fahren und deshalb nicht können. Schade. Auch darf ich keinen Vortrag halten, nur ein Poster aufhängen. Dafür halte ich davor auf der DPG-Tagung in Bochum einen Vortrag.

Zurück ins hier und jetzt: Meine Rückfahrt wird mit dem Zug durch’s Rhonetal und dann durch den Lötschberg-Basistunnel gehen. Bilder gibt’s hier hoffentlich bald zu sehen. Bis dann.

Genf

Original-Post (Tag 304) Genf. (Ach, was.)

So, lange nix mehr gewesen, ne? Naja, es ist ja auch ein Norwegen-Blog, und da bin ich nun nicht mehr. Und was soll ich schreiben, wenn die, für die ich schreibe, es sowieso mitkriegen? Naja, jetzt bin ich am CERN, schon den vierten Tag. Gestern habe ich einen Vortrag gehalten, 16 Minuten, 14 Folien, ging ganz gut. Das Wetter hier begann besser als der Regen, den ich in Frankfurt verlassen hatte, aber gestern nachmittag holte er mich ein, jetzt ist es wolkig, aber trocken.

Die Unterkunft ist ganz gut, großes Zimmer (ich schätze, 2½ × 6 Meter) mit Waschbecken, Schrank, Schreibtisch und Bett. Nur Internet ist hier ein Problem.

Ich bin hier jetzt noch eine Woche, dann gebe ich die Arbeit ab, und dann… fertig… puh… Will gar nicht dran denken, nicht jetzt jedenfalls.

Achso, ja, danke für alle Geburtstagsgrüße!